Willkommen in der Potsdamer Innenstadt!

Aktuelles

Der Bürgerverein Potsdamer Innenstadt - Freies Tor - wünscht Ihnen allen ein Gutes Neues Jahr.

Gleich am Neujahrstag hat der Verein Freies Tor sich eines aktuellens Thema angenommen; es geht um den Luisenplatz. Hier die Pressemitteilung von 01.01.2014, die in den PNN sowie im "Blickpunkt" aufgegriffen wurde:


Müllchaos auf dem Luisenplatz –
so startet die Landeshauptstadt ins neue Jahr
Silversterfeiern ist schön, aber was wird mit dem Müll? Silvester gab es eine kommerzielle open-air-Party auf dem Luisenplatz und den gesamten Neujahrstag über präsentierte sich dieser zentrale Platz im Herzen des historischen Zentrums der Landeshauptstadt wie eine Müllkippe. Viele Einheimische und vor allem Touristen, die auf dem Weg zum Park Sanssouci dort vorbeikamen, mussten förmlich durch Glasscherben und Böller-Reste waten und reagieren fassungslos und sowie mit Verärgerung.

Wenn die Landeshauptstadt Potsdam für eine kommerzielle Silvesterparty den Luisenplatz zur Verfügung stellt statt des offiziellen Festplatzes der Landeshauptstadt, das ist der Lustgarten, hätte sichergestellt werden müssen, dass die Veran-stalter den Platz spätestens bis Neujahr-Mittag säubern lassen.

Und wenn eine solche Regelung im Vertrag der Stadt mit dem Veranstalter unverständlicherweise unterblieben sein sollte, hätte die Stadtverwaltung kontrollieren und dann die Stadtreinigung damit beauftragen müssen, dass der Platz gesäubert wird und sich nicht noch am Abend des 1. Januar in einem Zustand präsentiert, der noch weit über das hinausgeht, was sonst nach Silvester an Glas- und Böllmüll auf dem Boden liegt.

Die schlechten Erfahrungen in diesem Jahr sollten Anlass für Überlegungen dazu geben, dem Beispiel anderer Städte zu folgen und künftig große kommerzielle open-air-Silvesterparties nicht auf dem Luisenplatz zu gestatten, sondern eben auf dem Festplatz Lustgarten.



Potsdamer Spieluhr nun endlich komplett

Sie ist unzweifelhaft ein „Hingucker“: die Potsdamer Spieluhr auf dem Vorplatz des Brandenburger Tores neben dem Gebäude der Tourist Information. Nach Abbau und jahrelanger Restaurierung wurde sie auf hartnäckiges Drängen des Bürgervereins Potsdamer Innenstadt – Freies Tor – im Mai 2010 wieder aufgestellt. Seither ist sie wieder ein Anziehungspunkt und beliebtes Fotomotiv und wird von Touristen aus aller Welt bewundert. Leider gab es bisher an Informationen über die Spieluhr nur ein kleines DIN-A-4-Blatt in einem der seitlichen Schaufenster der Tourist Information. Immer wieder konnte man deshalb beobachten, wie sich vor allem Touristen suchend nach Informationen umsahen.

Freies Tor hat jetzt – als Sponsor - für Abhilfe gesorgt. Nach Abstimmung mit Kulturamt und Denkmalpflege und mit Zustimmung des Hauseigentümers gibt es nun endlich eine ordentliche Info-Tafel an der Wand, mit deren Hilfe sich alle Interessierten über die auf der Spieluhr gezeigten Motive, ihre Schöpfer und die Melodie, die von der Uhr intoniert wird, informieren können. Bei der „Enthüllung“ der Spieluhr-Infotafel am Donnerstag, 24.10.2013 nahm der Verein Freies Tor auch Gelegenheit, Herrn Wortmann, u.a. Chef der Königlich Preussischen Porzellanmanufaktur, zu danken, ohne dessen Zustimmung als Hauseigentümer eine Info-Tafel in unmittelbarer Näher der Spieluhr nicht realisierbar gewesen wäre.

Das Foto zeigt die Stellvertretende Vorsitzende des Freien Tores, Ute Samtleben, bei der Feier zur Wiederaufstellung der Spieluhr am 02.05.2010; dabei hatte sie ein Modell der Spieluhr sowie die Planungsunterlagen an die Direktorin des Potsdam-Museums, Frau Dr. Jutta Goetzmann, übergeben.

FREIES TOR FORDERT HISTORISCHEN PARCOURS

Schon seit längerem setzt sich der Bürgerverein Potsdamer Innenstadt - Freies Tor - dafür ein, dass die historische Innenstadt besser erlebbar gemacht wird.

Deshalb freuen wir uns darüber, dass das Thema von einer Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung aufgegriffen worden ist (Antrag 13/SVV/0579). Es wird demnächst im Bauausschuss und im Kulturausschuss diskutiert werden.

Hier unser Thesenpapier:

"Historische Innenstadt besser erlebbar machen

Potsdams historische Innenstadt wird erfreulicherweise von vielen auswärtigen Besuchern aufgesucht. Darunter sind auch Touristen, die eigentlich nur die Schlösser und Parks besuchen wollten oder Tagesbesucher z.B. aus Berlin, die zum „Bummel“ und Shoppen kommen. Es ist oftmals zu beobachten, dass sie Fragen wegen Geschichte und Funktion von Gebäuden in der historischen Innenstadt stellen, z.B. bezogen auf die Stadttore. Dies ist nicht selten auch bei kürzlich zugezogenen „Neu-Potsdamern“ der Fall.

Das inzwischen ausgebaute und verbesserte Wegeleitsystem gibt zwar gut Auf-schluss darüber, welche Sehenswürdigkeit sich in welcher Entfernung befindet. An einigen Stellen, z.B. nahe bei dem Jägertor, aufgestellte (Innen-)Stadtpläne zeigen auch, wo man sich jeweils aufhält. Es fehlen aber Informationen über die Sehenswürdigkeiten als solche.

In anderen Städten ist dies anders. So weisen etwa in Berlin Info-Stelen oder „Denk-Zeichen“ auf die Geschichte von Gebäuden/Sehenswürdigkeiten hin. In Magdeburg sind entsprechende Tafeln an den Gebäuden angebracht.


Der Bürgerverein Freies Tor, der sich seit September 2011 gegenüber der Stadt-verwaltung um Hinweisschilder an den Stadttoren bemüht,

schlägt daher vor

1.Informationen über die Sehenswürdigkeiten in der Potsdamer Innenstadt, z.B. die Geschichte der noch vorhandenen Stadttoren (Brandenburger Tor, Jägertor, Nauener Tor) müssen an Ort und Stelle sowie ohne technische Unterstützung und ohne die Notwendigkeit einer vorherigen Vorbereitung für alle Besucher Potsdams rund um die Uhr ermöglicht werden.

Es ist zwar erfreulich, dass der in der Tourist Information entleihbare Akus-tik-Guide entsprechende Informationen enthält bzw. entsprechend ausge-baut werden soll. Auch begrüßen wir die auf www.potsdam.de abrufbaren Informationen. Informationen zu historischen Sehenswürdigkeiten Potsdams müssen aber auch für all diejenigen möglich sein, die sich nicht vorher ge-zielt vorbereitet haben bzw. müssen auch ohne Aufsuchen der Tourist In-formation

auf der Brandenburger Straße und Kosten für den Akustik-Guide erhältlich sein, so z.B. wenn Besucher der gastronomischen Einrichtungen auf den Lindenstraße nahe beim Jägertor sich mit Blick darauf fragen, welche Funk-tion dieses inzwischen frei auf dem Mittelstreifen stehende Tor hatte sowie wann und durch wen es errichtet worden ist.

Wir schlagen vor, an den drei noch vorhandenen Stadttoren oder jedenfalls in ihrer unmittelbaren Nähe Hinweisschilder anzubringen. Diese könnten, wie z.B. in Magdeburg oder Berlin, auf Glas so gestaltet werden, dass sie das äußere Erscheinungsbild in keiner Weise beeinträchtigen.

Da nach Angaben der Stadtverwaltung vor einigen Jahren bereits einmal solche Hinweistafeln vorhanden waren, können wir uns denkmalrechtliche Probleme nicht vorstellen. Das Kostenargument darf kein Hindernis sein. Zum einen wäre ein solches Vorhaben wegen der positiven Auswirkungen auf Besucher Potsdams gut angelegtes Geld. Im Übrigen ließe sich gerade hierfür sicherlich auch bürgerschaftliches Engagement herbeiführen.

2. Ergänzend zu den Hinweisschildern ist die Einrichtung eines „historischen Parcours“ wünschenswert. Er sollte den Verlauf der ehemaligen Stadtmauer er-fahrbar machen und auch über die Bebauung längs dieser, z.B. im Bereich des Jägertores, Aufschluss geben.

„Geschichte erfahrbar machen“ bedeutet auch Informationen über das, was man heute nicht mehr sehen kann, z.B. auch am Ort der nicht mehr vorhan-denen Stadttore. Andernorts gibt es für Derartiges z.B. Informationstafeln mit Zeichnungen und/oder historischen Fotografien/Abbildungen.

3. Zusätzlich sollte für interessierte Hauseigentümer die Möglichkeit geschaffen werden, auf Hinweistafeln über die Geschichte ihres Hauses Informationen zu geben.
Dazu sollte die Stadt ein Muster für Größe und Gestaltung entwickeln und zur Verfügung stellen, um einen „Gestaltungs-Wildwuchs“ zu verhindern und danach eine zuständige Stelle für die entsprechenden Anfrage von Bürgern benennen.

Auch solche Informationen dienen dazu, für Besucher Potsdams wie auch für Einheimische Geschichte ganz einfach sozusagen „im Vorübergehen“ erfahrbar zu machen."


FREIES TOR KÄMPFT WEITER FÜR DIE WESTLICHE BREITE STRASSE

Im Mai 2012 hat der Bürgerverein Potsdamer Innenstadt – Freies Tor – anlässlich seines 5. Vereinsjubiläums mit einem Thesenpapier und einem workshop zum Thema „Stiefkind Breite Straße und ihre kleinen Schwestern“ die westliche Breite Straße, d.h. die Breite Straße zwischen Dortustraße und Zeppelinstraße, in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt und Vorschläge zur Verschönerung entwickelt.

Durch Hinzutreten weiterer Vereine und Initiativen kam das lockere Aktionsbündnis „Initiative Breite Straße“ zustande. Nachdem dieses sich faktisch aufgelöst hat, wird das Freie Tor unbeirrt seinen Weg weiter gehen, sich für Verbesserungsmaßnahmen betreffend die westliche Breite Straße einzusetzen. Dabei gilt es gerade das Nebeneinander von historischen und modernen Bauwerken zu respektieren und zur Grundlage der Gestaltung zu machen. Die Stadtverwaltung hat in ihrer Mitteilungsvorlage (13 SVV/0284) erklärt, dass seitens der Stadtverwaltung keinerlei Maßnahmen zur Verbesserung des Erscheinungsbildes der westlichen Breiten Straße beabsichtigt sind und noch nicht einmal Planungen erfolgen sollen.

Hiermit möchten wir uns nicht abfinden. Wir regen, jedenfalls über Maßnahmen zu diskutieren, die kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden können, nicht so kostenträchtig sind und durch die das Erscheinungsbild der Straße schon viel freundlicher gestaltet werden kann, z.B.

 • Begrünung des Mittelstreifens bis zur Zeppelinstraße/Weiterführung der derzeit bis zur Dortustraße vorgesehenen Randbegründung bis zur Schopenhauerstraße, d.h. bis zum früheren Neustädter Tor

• Entfernung der großen Laternenmasten auf dem Mittelstraßen/Ersetzung durch formschönere Beleuchtungskörper auf beiden Seiten

• Verbringung des derzeit noch an dem Rechenzentrum Breite Straße angebrachten Mosaiks „Eroberung des Weltalls“ in die westliche Breite Straße (Seite der „Seerose“ oder Vorplatz des derzeit in Sanierung befindlichen Studentenwohnheimes); dadurch könnte die Verknüpfung von Historischem und Modernem in der westlichen Breiten Straße hervorgehoben werden.

FREIES TOR WÜRDIGT UTE SAMTLEBEN

Einen „runden Geburtstag“ feierte im September 2013 die „Grande Dame der Potsdamer Kultur“ und Vizevorsitzende des Bürgervereins Potsdamer Innenstadt Freies Tor, Ute Samtleben. Von ihrer Geburtsstadt Zeuthen aus kam Ute Samtleben im Jahre 1956 nach Potsdam und absolvierte ein kulturwissenschaftliches Studium. Mehrere Jahre lang betreute sie als Ausstellungsleiterin das Kulturhaus Hans Marchwitza im Alten Rathaus. Anschließend wechselte sie dann als Journalistin zur Zeitung „Märkische Union“.

Im Zuge der Wende engagierte sich Ute Samtleben im Neuen Forum und war bei der Erstürmung des Stasi-Gefängnisses auf der Lindenstraße 56 mit dabei. Ihre Kulturerfahrungen machte sich der neu gegründete Rundfunksender ORB unter dem Intendanten Hans Rosenbauer sich nutzbar und berief Ute Samtleben als Mitglied in den Verwaltungsrat. Zugleich war Ute Samtleben bis Mitte der 90-er Jahre Mitglied der „PIK“, der kulturellen Beratungsorganisation der Bundesregierung.

Gleich 1990 machte Ute Samtleben ihr Hobby auch zum Beruf und gründete auf der Brandenburger Straße 66, ganz in der Nähe des Brandenburger Tores, die Galerie Samtleben, die viele Jahre das das Kulturleben Potsdams mit prägte. Ihre besondere Verbundenheit mit „ihrem“ Potsdam stellte die Galeristin auch bei einer ihrer letzten Ausstellungen in der Galerie unter Beweis, die unter das Motto „Potsdam – Künstler sehen ihre Stadt“ gestellt wurde.

Nachdem sie sich von der aktiven Galeristentätigkeit zurückgezogen hatte, blieb Ute Samtleben den Bildenden Künsten auch weiterhin treu, so zuletzt als Kuratorin der Retrospektive „Den Sinnen ein Fest“ im Museumshaus „Im Güldenen Arm“ in Potsdam, mit der der Potsdamer Maler Heinz Böhm gewürdigt wurde, mit dem Ute Samtleben freundschaftlich verbunden war.

Viele Jahre lang engagierte sich Ute Samtleben ehrenamtlich im Gemeindekirchenrat der Friedenskirchen-Gemeinde.

2004 rief sie die Bürgerinitiative Freies Tor ins Leben und mobilisierte erfolgreichen Widerstand gegen die geplanten Anbauten am Brandenburger Tor in Potsdam. Aus der Bürgerinitiative Freies Tor ging im Mai 2007 der Bürgerverein Potsdamer Innenstadt – Freies Tor – hervor, dessen Stellvertretenden Vorsitz sie seitdem innehat.

Freies Tor fordert mehr Fahrradabstellmöglichkeiten in der historischen Innenstadt:

Zu einer fahrradfreundlichen Stadt gehören nicht nur gut ausgebaute und sichere Radwege, sondern auch ausreichende Abstellmöglichkeiten, insbesondere vor dem Eingang in die Fußgängerzone Brandenburger Straße. Auf die in der Nachbarschaft befindlichen Fahrradanlehnbügel soll durch einen Lageplan unter dem "Fußgängerzonen-Schild" hingewiesen werden.